ifw Beiratstreffen 2018

Am 10. Februar 2018 fand das zweite Beiratstreffen des Instituts für Weltagggnschauungsrecht (ifw) am Stiftungssitz der Giordano-Bruno-Stiftung in Oberwesel statt. Mitglieder des Direktoriums und des Beirats, darunter nahmhafte Juristen der verschiedensten Fachrichtungen aus Deutschland und der Schweiz,  waren der Einladung gefolgt. Es wurde eine positive Bilanz bezüglich des ersten Jahres nach Institutsgründung gezogen und die Ziele und Aktivitäten für das kommende Jahr geplant.

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ifw-Beiratstreffen 2018, Haus Weitblick, Oberwesel

Das Direktorium präsentierte die Schwerpunkte der Aktivitäten des ifw im vergangenen Jahr. Mittlerweile bietet die ifw-Webseite ein umfassendes Informationsangebot, das von Juristen, interessierten Laien, Politikern und Journalisten genutzt wird. Zudem konnten bereits im ersten Jahr seit Gründung mit Prof. em. Dr. Reinhard Merkel, Prof. Dr. Jörg Scheinfeld und Prof. Dr. Michael Hassemer drei renommierte Juristen als ifw-Beiräte gewonnen werden. Aktuell begleitet das ifw über 10 Prozesse mit weltanschauungsrechtlicher Fragestellung, und hat in zahlreichen Fällen Betroffene beraten und an geeignete Ansprechpartner weitervermitteln können.

Schwerpunkte des Treffens stellten die Themen "Schule und Religioninfo-icon" (insbesondere die Problematik religiöser Kleider von Schülern und Lehrern), die Staatsleistungeninfo-icon an die Kirchen (und der seit fast 100 Jahren ignorierte Verfassungsauftrag ihrer Ablösung), das Verbot der Information über Schwangerschaftsabbrüche gemäß § 219a StGB sowie das "Sterbehilfeverhinderungsgesetz", § 217 StGB, dar. Mina Ahadi, die als Gastreferentin geladen war, hielt einen Vortrag über religiös motivierte Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Für die Zukunft wird angestrebt, noch mehr als schon bisher Gutachten und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen für die Politik bereitzustellen und verstärkt mit eigenen Veranstaltungen in Erscheinung zu treten. Außerdem strebt das ifw eine Verstärkung der Vernetzung von säkularen und humanistischen Juristinnen und Juristen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene an.